Für den Dreier-Club-Abend konnte unser Club in diesem Jahr die Vorsitzende des EZB-Aufsichtsrates Prof. Dr. Claudia Maria Buch gewinnen. Ein spannender Abend rund um Europas Finanzen.
Entspannte Stimmung am Rande des Dreier-Club-Abends mit EZB-Aufsichtsratsvorsitzende Professor'in Claudia Maria Buch.
Sie ist Volkswirtin, war eine der sogenannten Wirtschaftsweisen und Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank. Auf dem gut besuchten Dreier-Clubabend der Essener Soroptimistinnen referierte Claudia Maria Buch nun in ihrer aktuellen Funktion als Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht. Und wer sie an diesem Abend im Essener Parkhaus Hügel erlebte, ahnt, Finanzen sind nicht nur ihr Fachgebiet, sondern auch eine große Leidenschaft.
„Gegründet als Konsequenz aus der weltweiten Weltwirtschaftskrise der Jahre 2007 bis 2009, ist es unser Ziel, die Banken makroökonomisch zu stärken und eine größere Harmonisierung innerhalb Europas zu erreichen“, erklärte die gebürtige Paderbornerin Buch. Seit dem Aufbau der europäischen Bankenaufsicht im Jahr 2014 unterliegen inzwischen 113 Banken Europas der EZB-Aufsicht. Buch: „Die Krise damals hat uns gezeigt, was passiert, wenn Banken nicht sicher, nicht liquide genug sind, wenn ihr Eigenkapital nicht ausreicht. Krisen sind teuer. In Deutschland hat man das nicht so unmittelbar gespürt, in Ländern wie Griechenland, Zypern und Italien um so mehr.“
Die Kapitalisierung der europäischen Banken habe sich seitdem stark verbessert, sie sei inzwischen sehr gut, so Buch. Die Bankenaufsicht schätze Risiken ab, setze einheitliche Standards für den Euroraum und empfehle den Banken entsprechende Maßnahmen. Und die Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht zeigte sich in der anschließenden, sehr engagierten Frage- und Diskussionsrunde überzeugt: „Ich bin der Meinung, es gibt Platz für noch mehr Europa!“ So gebe es die Einlagensicherung bislang zwar nur auf nationaler Ebene, „eine europäisch einheitliche Einlagensicherung ist der nächste wichtige Schritt, den wir brauchen“.