13. orangene Bank eingeweiht: Keine Gewalt gegen Frauen!

Vor nicht einmal zwei Jahren haben die Essener Frauenservice-Clubs Zonta, Lions und Soroptimist International ihre Initiative gestartet, nun konnte auf dem Campus der Universität Duisburg-Essen die 13. orangefarbene Bank eingeweiht werden. Die Bänke setzen ein markantes Zeichen im Rahmen des weltweiten Aufrufs von UN Women „Orange the  world“, für den am Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, am 25. November, weltweit Gebäude orange beleuchtet werden.

 

Einweihung einer orangenen Bank

Auf dem Campus der Universität stehen nun gleich zwei der Bänke, für die die Essener Frauenservice-Clubs gemeinsam nach Sponsoren suchen. Die Idee dazu war während der Energiekrise zu Beginn des Ukraine-Krieges entstanden, um ressourcenschonend auf die Thematik aufmerksam zu machen. Seitdem setzen  die Bänke Zeichen und erinnern an die Mädchen und Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden oder davon bedroht sind.

Weitere Bänke stehen im Gruga-Park (Sponsor Allbau) und am Westdeutschen Protonentherapiezentrum (Sponsorinnen Essener Frauen Service Clubs). Die Krankenpflegeschule für kathologische Berufe Nord hat eine Bank auf ihrem Gelände aufgestellt. Die Stiftung Mercator ermöglichte die Finanzierung einer Bank für den Essener Stadtgarten, die Sparkasse Essen sponserte eine weitere Bank, die im September vor dem Mineralienmuseum in Kupferdreh aufgestellt wurde. Eine Bank steht auf Zollverein. Und erst vor wenigen Tagen konnte die elfte Bank, finanziert vom Sozialdienst katholischer Frauen Essen, eingeweiht werden.

Die Bänke sollen aber nicht nur mahnen und das Thema stärker in die Öffentlichkeit bringen, sondern im konkreten Fall Hilfe für gefährdete Frauen anbieten. Neben dem Schriftzug „Nein zu Gewalt an Frauen“ ist die Bank mit einem QR-Code versehen, der wichtige Hilfetelefonnummern enthält und direkt auf die mehrsprachigen Webseiten der Frauenberatungsstellen führt.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat viele Facetten. Sie findet am Arbeitsplatz statt. Sie findet statt in Vereinen, digital im Netz und am privatesten aller Orte, zu Hause. Sie betrifft Frauen aus allen sozialen Schichten und kulturellen Gruppen.

Das aktuelle Lagebild des Bundeskriminalamtes zu geschlechtsspezifischen Straftaten gegen Frauen dokumentiert eine beklemmende Entwicklung. Hass und Gewalt gegen Mädchen und Frauen nehmen zu. Das reicht von sexueller Gewalt als Mittel des Krieges, wie sie im Nahen Osten und im russische-ukrainischen Krieg zu beobachten ist, bis hin zu häuslichen Gewalt, die ebenfalls nicht selten tödlich endet. Allein in Deutschland wurden mehr als 180.000 Übergriffe auf Mädchen und Frauen in der Familie oder Partnerschaft registriert. In den letzten fünf Jahren gab es hier einen Anstieg der Gewaltdelikte um 17 Prozent. Die Gewalt im Netz gegen Frauen hat in diesem Zeitraum sogar um 25 Prozent zugenommen.

Auch die Zahl der versuchten Femizide steigt von Jahr zu Jahr. 2023 wurden 938 Mädchen und Frauen Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten. 360 Mädchen und Frauen überlebten diese Angriffe nicht. Das bedeutet, dass in Deutschland fast jeden Tag ein Mädchen oder eine Frau ermordet wird.




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